5. Unsere pädagogischen Schwerpunkte

Die Eltern der Kinder, die unsere Schule besuchen, zeigen insgesamt großes Interesse an deren schulischer Förderung. Folgende unterschiedliche soziale und kulturelle Hintergründe beeinflussen u.a. besonders die Erwartungen an unserer Schule und wurden bei der Erstellung des Schulprogramms berücksichtigt:
           

  • Viele Familien sind neu zugezogen. Die nachbarschaftliche Einbindung muss sich häufig noch anbahnen. Durch Zu- und Wegzüge kommt es in einigen Klassen häufig zu Veränderungen während des Schuljahres.
  •  Es besuchen viele Kinder aus Aussiedlerfamilien unsere Schule. Sie sind z.T. eingebunden in eigene Religionsgemeinschaften. Einige dieser Kinder sind auf besondere Förderung in der deutschen Sprache angewiesen.
  • Viele Kinder aus dem Kinderdorf Hollenberg besuchen unsere Schule. Sie werden häufig während des laufenden Schuljahres neu aufgenommen und sind in der Regel auf besonders enge Zusammenarbeit zwischen ErzieherInnen und LehrerInnen angewiesen.
  •  Der Anteil der Kinder, die auf durchgängige Betreuung zumindest im Vormittagsbereich angewiesen sind, nimmt zu (Berufstätigkeit beider Eltern, alleinerziehende Eltern).
  • Nicht wenige Kinder zeigen Wahrnehmungsprobleme und/oder Teilleistungsschwächen und andere Lern- und Leistungsstörungen.

Die aufgeführten Gegebenheiten verdeutlichen die besonderen Schwerpunkte für die pädagogische Arbeit an unserer Schule. Um der Ausgrenzung von einzelnen SchülernInnen oder ganzer Schülergruppen entgegenzuwirken, müssen wir ein Schulklima entwickeln, dass allen Kindern (und ihren Familien) ermöglicht, sich eingebunden zu fühlen, Toleranz und Akzeptanz zu erfahren und zu üben und ihre Leistungsfähigkeit zu entwickeln (s. Vorwort).

 Deshalb legen wir besonderen Wert auf

·         gemeinschaftsbildende Aktivitäten (Regeln, Rituale, Klassenfeste, Wanderungen, Klassenfahrten, Aktionsnachmittage)

·         Schaffen von Freiräumen (Spiel- und Bewegungsphasen, Rückzugs-möglichkeiten)

·         Ermöglichen und Verdeutlichen von individuellen Lernfortschritten (differenzierte Anforderungen, offene Unterrichtsformen, Freiarbeitsphasen)

·         zusätzliche Hilfen für Schüler mit Sprach-, Lern- und Leistungsproblemen oder anderen Schwierigkeiten

·         Förderung der musischen und kreativen Kräfte der Schüler durch AG's, Theater-und Musikvorführungen, Kunstprojekte und Ausstellungen

  • Wahrnehmung außerschulischer Angebote (Besuch von Theatervorstellungen, Lesungen, Museen etc.)
  • Ermöglichen von Identifikation mit unserer Schule u.a. durch Mitgestaltung der Schulgebäudes, des Schulhofs, durch Schulfeste und klassen- und stufen-übergreifende Projekte; unser Vorhaben für das Schuljahr 2009/2010 : Entwicklung eines Schullogos und eines Namens für unsere Schule
  • Zusammenarbeit mit Eltern, Unterstützung der Erziehungs- und Bildungsarbeit durch Pflegschaften und Förderverein
  • Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden vor Ort
  • Zusammenarbeit mit dem schulpsychologischen Dienst und Einrichtungen der Jugendhilfe
  • Kooperation mit Kindergärten und weiterführenden Schulen