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Ein ganz besonderer Wandertag der Aggertalschule

Donrath. Der Wandertag der Aggertalschule war in diesem Jahr besonders aufregend. Rund 12 Kilometer Wanderweg, leckere Würstchen und spannende Wettkämpfe erwarteten die Kinder der Donrather Grundschule an diesem verregneten Freitag.

An der Naturschule Aggerbogen hatten sich Bürgermeister Horst Krybus und Landrat Sebastian Schuster am vergangenen Freitag zu einer großen Wette verabredet. Aber was wäre so ein Wettbewerb ohne tatkräftige Unterstützung und Anfeuerung?! - Sicher nur halb so spannend! Und so kam die Aggertalschule Donrath ins Spiel. Auf Anfrage des Bürgermeisters verlegte die Lohmarer Grundschule spontan ihren Wandertag, der ursprünglich eine Woche später stattfinden sollte. Aber nicht nur das: Der Förderverein der Schule sorgte für die notwendige Stärkung und Energie, indem leckere Würstchen im Brötchen für alle Gäste und Mitstreiter angeboten wurden.

Gegen 9 Uhr zogen die rund 200 Schülerinnen und Schüler der Grundschule trotz Regen hoch motiviert in Richtung Naturschule Aggerbogen los. Der Hinweg führte die Gruppe durch Wald, über Wasser, entlang eines Camping-Platzes und an den Rand kleinerer Straßen. Auch wenn das letzte Stück der sechs Kilometer endlos schien, motivierte die Aussicht auf leckere Würstchen und spannende Aufgaben.

Endlich angekommen wurden elf Kinder von allen Lohmarer Grundschulen mit Hilfe farbiger Kappen in Teams eingeteilt, um Bürgermeister und Landrat zu unterstützen. Trotz anstrengendem Hinweg mobilisierten die ausgewählten Kinder noch einmal all ihre Kräfte und gaben alles, um die gestellten Aufgaben bestmöglich zu bewältigen: Sie schürften Aggergold und zogen die beiden Kandidaten mit vereinten Kräften an einer Seilrutsche über das Wasser. Die Frage, wessen Team am Ende mehr Punkte gesammelt hatte, blieb bis zum Ende spannend. Denn das gesammelte Aggergold musste zunächst gewogen werden. Mehr Punkte gab es, umso näher man an den geforderten 50 Gramm dran war. Tatsächlich schaffte es Team Orange haargenau 50 Gramm zu sammeln und sicherte dem Bürgermeister somit die volle Punktzahl und den Sieg.

Während die dritten Klassen der Aggertalschule leider schon früher den Wettbewerb verlassen mussten und zu Fuß zurück zur Schule wanderten, wurden für die zweiten und vierten Klassen Busse bereitgestellt, damit die Kinder ihre Teams bis zum Ende des Wettkampfes unterstützen konnten.

Insgesamt war es für alle Schülerinnen und Schüler aber auch Lehrerinnen der Aggertalschule ein besonderer und ereignisreicher Tag, der allen Beteiligten trotz schlechtem Wetter viel Freude bereitet hat.

(Fotos dazu sind unter "Leben und Lernen" im Fotoarchiv zu finden.)

 

 

„Sicher zur Schule“

von Dirk Woiciech

Rhein-Sieg-Kreis. „Die Kinder lernen das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Ziel dabei ist das verkehrssichere Fahren auf dem Fahrrad“, umschreibt Polizeihauptkommissarin Heike Jakob knapp das Ziel der „Radfahrausbildung“.

Sie ist eine von sieben Beamten des Kommissariats Verkehrsunfallprävention und Opferschutz, die im Zuständigkeitsbereich der Polizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis die 63 Grund- und Sonderschulen, mit jährlich rund 6400 Schülern, im praktischen Teil betreut. Den theoretischen übernehmen die Schulen und beginnen schon im Januar mit der Vorbereitung.

Die Radfahrausbildung in NRW ist das Kernstück schulischer Verkehrserziehung in den letzten beiden Klassen der Grundschule. Sie ist ein verpflichtender Teil des Lehrplanes und keine freiwillige Angelegenheit. Seit etlichen Jahren fördert die Verkehrswacht des Rhein-Sieg-Kreises die Institutionen mit Lehr- und Lernmaterial. Mittlerweile existiert sogar ein Online-Portal des Verkehrswacht Medien & Service-Centers. Mit einem Zugangscode lassen sich spannende Aufgaben, Testbögen und Spiele zum Üben, sowie ergänzende Informationen für Eltern und Lehrer finden. Das Online-Portal ist kostenpflichtig und kann nach Freischaltung ein Jahr lang in der Schule, obendrein von zu Hause, genutzt werden.

Unterstützung erhält die Initiative der Landesverkehrswacht NRW vom Ministerium für Verkehr, ebenfalls vom Ministerium für Schule und Bildung in NRW. Richtig spannend wird es für die Kinder schließlich, wenn es dann mit ihren Rädern auf die Straße geht, wie zum Beispiel an der „Aggertalschule“ in Donrath.

Vier echte Übungsstunden und die Abnahme der praktischen Fahrradprüfung sind Teil der Ausbildung. „Besonders das Linksabbiegen ist schwierig. Hier müssen sich die Schüler stark konzentrieren. Aber auch die richtige Helmeinstellung, bevor man aufsteigt, ist äußerst wichtig“, erläutert Heike Jakob. Gemeinsam mit dem Nachwuchs begibt sie sich auf die Übungsstrecke und fragt das Verhalten an jeder Ecke ab. Handzeichen, das Beachten der Straßenschilder, Regeln wie Rechts vor Links, oder Fahren im großen Bogen beim Linksabbiegen, kommen zunächst zur Sprache, bevor alles auf dem Drahtesel durchexerziert wird.

Bis zur eigentlichen Prüfung, die dann zwei bis drei Kilometer umfasst, werden verschiedene Situationen unter realen Bedingungen geprobt. Natürlich sind die Sprösslinge dabei abgesichert, denn an jedem kritischen Punkt agieren Eltern und Großeltern als Verkehrshelfer und haben ein Auge auf die jungen Radfahrer.

Allerdings ist nach erfolgreicher Prüfung keinesfalls Schluss. „Das bedeutet nicht, dass die Schüler nicht perfekt Radfahren können. Hinterher ist Praxis erst recht unerlässlich. Hier haben die Eltern die Aufgabe, den Schulweg mit den Kindern zu üben.“ Sicherlich steigen die Ansprüche im Laufe der Zeit, angesichts der Tatsache, dass sich immer mehr Autos auf den Straßen tummeln.

In den vergangenen Jahren hat die Polizeihauptkommissarin beim Nachwuchs mancherlei Defizite festgestellt. „Das ist wie mit dem Schwimmen. Wenn keine Gelegenheit auftaucht, das zu trainieren, wird man unsicher.“ Für die anderen Verkehrsteilnehmer steuert sie noch einen zusätzlichen Tipp bei. „Nicht winken und den Schülern Vorfahrt einräumen, wenn es nicht den Regeln entspricht. Das verwirrt sie und lässt sie oft einfach drauflosfahren. Solltet ihr Kinder auf Fahrrädern sehen, fahrt vorsichtig weiter und haltet die Verkehrsregeln ein.“